Schlagwort-Archive: Langeweile

20. Stück: Der Schauspieler, der Gedanke und das Gefühl

Ich hatte im 6. Stück über Strasberg und Scientology geschrieben, ein Schauspieler brauche nur seinen Körper, seine Sprache und seine Körpersprache angemessen zu beherrschen, um einer Figur oder einem Text Leben einzuhauchen.

Das war vielleicht ein bisschen drastisch. Ich bin immer noch der Meinung, dass Sprache, Körper, Körpersprache die Basis eines jeden Schauspielers sind. Wenn er das nicht beherrscht, geht er über kurz oder lang entweder beruflich oder privat kaputt. Der Beruf des Schauspielers ist der wohl persönlichste Beruf den es gibt und so ist er immer mit Selbstzweifeln verbunden. Wer nicht trotzdem weitermacht, der zerbricht daran. Und weitermachen kann man nur, wenn man die Technik beherrscht. Und die besteht nun einmal aus Körper, Sprache und Körpersprache. Darauf kann ein Schauspieler sich immer verlassen. Auf Eingebungen und Genialität kann man sich nicht immer verlassen, das sind wankelmütige kleine Biester.

In letzter Zeit habe ich viele Kritiken veröffentlicht und in einer – der Kritik zu Jürgen Goschs „Onkel Wanja“ – hatte ich geschrieben, es fehle dieser ansonsten hervorragenden Inszenierung an „Feenstaub“. Das letzte bisschen Magie, das eine hervorragende Inszenierung nicht nur perfekt erscheinen, sondern auch funkeln lässt. Im Nachhinein muss ich feststellen, dass das etwas voreilig war, der „Zauber“ von Goschs „Onkel Wanja“ entfaltet sich erst im Nachhinein. Nichtsdestotrotz gibt es aber immer wieder Inszenierungen, in denen ‚etwas‘ fehlt, das sich rein rational und rein technisch nicht erklären lässt…

In diesem Essai möchte ich mich nun auf Spurensuche begeben, wie ein Schauspieler in seinem technisch perfekten Spiel besagten „Feenstaub“ funkeln lassen kann. In der Geschichte der Schauspielkunst ist dieses Phänomen schon häufig analysiert worden, mal unter dem Begriff der „Natürlichkeit“, dann wieder unter dem Begriff der „Authentizität“, der „Emotionalität“, im Fernsehen auch ganz gerne als „Drama, Baby!“ bezeichnet, etc.

Über Jahrhunderte hinweg stritt man und streitet noch darüber, ob dieses Funkeln nun durch tatsächlich empfundene Gefühle des Zuschauers hervorgerufen wird, oder ob der Schauspieler auch verzaubern kann, wenn er die dargestellten Gefühle nicht wirklich empfindet. Diese Diskussion wird auch als „Debatte um den kalten und den heißen Schauspieler“ bezeichnet. Der kalte Schauspieler spielt die Gefühle bloß, bleibt aber innerlich unberührt, also „kalt“. Der heiße Schauspieler empfindet das, was er spielt, in dem Moment auch selbst. Francesco Riccoboni und Denis Diderot waren zum Beispiel Vertreter der ersten These, Riccoboni war davon überzeugt, dass ein Schauspieler, der „das Unglück besaß“ die Gefühle, die er spielen sollte, „tatsächlich zu empfinden, außerstande gesetzt sei, sie zu spielen“. Diderot wies in seinem „Paradox über den Schauspieler“ darauf hin, dass der Schauspieler und die Figur zwei verschiedene ‚Personen‘ seien und der Schauspieler seine Figur wie ein Puppenspieler führen solle.

In unserer Zeit gelten Strasberg und Stanislawski als Hauptvertreter des heißen Schauspielers, wobei das im Falle Stanislawskis nicht ganz korrekt ist. Der wollte zwar ein hohes Maß an ‚Natürlichkeit‘ und ‚Authentizität‘, doch ob diese nun durch tatsächliches Empfinden oder durch Körperbeherrschung zu Stande kam, war im Grunde zweitrangig. Stanislawski beschäftigte sich sowohl mit psychologischen Techniken, als auch mit körperlichen Übungen. Strasberg hat sich hauptsächlich von Stanislawskis psychologischen Techniken für seine Methode inspirieren lassen, das Ganze dann nochmal stark vereinfacht, und mit erstaunlichem Erfolg mehreren Generationen von Schauspielschülern als Patentrezept untergejubelt.

Übrigens war Lessing noch vor Stanislawski der Ansicht, man könne nicht sagen, dass der Schauspieler NUR von innen nach außen arbeitet, sprich die Gefühle, die er spielt auch tatsächlich empfindet. Lessing sprach von der „psychophysischen Wechselwirkung“, das heißt, die Gefühle und Gedanken, die gespielt werden sollen, würden in einer Art Schleife von innen nach außen nach innen nach außen etc. gehen. Lessing war ebenfalls der Meinung, dass gut vorgetäuscht immer noch besser sei, als intensiv empfunden, aber schlecht ausgedrückt. Denn es komme letzten Endes immer auf die Wirkung an und nicht auf Dinge, die man nicht sieht.

Soviel zu einem kleinen historischen Exkurs in die „Debatte um den heißen und kalten Schauspieler“. Ich persönlich sehe das ähnlich wie Lessing. Meiner Meinung nach arbeitet ohnehin jeder Schauspieler auch ein bisschen anders. Es gibt ja auch genügend Schauspieler, die auf Strasbergs method schwören, nicht jeder sieht das so kritisch wie meine Wenigkeit. Auch wenn ich trotzdem der Meinung bin, Strasbergs method sei eher für Film und Fernsehen geeignet, bei welchen man auch das feinste Wimpernzucken mit der Kamera einfangen kann, das auf der Bühne zwangsläufig untergehen würde.

Aber wo bleibt der „Feenstaub“ in der ganzen Debatte? Tatsache ist, dass wenn Schauspieler nur als texttragende Requisiten und Ideenübermittler missbraucht werden, das Funkeln auf der Strecke bleibt. Ergebnis ist dann eine womöglich perfekt durchgestylte, sterile, reine, konzeptionell einwandfreie Inszenierung, die nur leider unendlich langweilig und seltsam leblos erscheint. So gesehen bei Percevals „Hamlet“-Inszenierung im Hamburger Thalia Theater. Diese Inszenierung war so steril, perfekt durchgestylt und sterbenslangweilig, dass ich nicht die geringste Lust verspürt hatte, eine Kritik darüber zu schreiben.

Vielleicht liegt das Geheimnis der „Feenstaub“-Ursprungsquelle ja auch gar nicht unbedingt im Gefühl. Vielleicht liegt es auch im Gedanken? Wenn der Schauspieler so denkt, wie seine Figur, entstehen dann nicht vielleicht die Gefühle und das Funkeln automatisch? Sicher, das kann funktionieren, aber auch das ist kein Patentrezept.

An was man sich aber meiner Meinung nach immer gut halten kann, ist an die Beziehungen unter den Figuren. Denn bei allem anderen, bei den Gefühlen und den Gedanken der Figuren und des Schauspielers, bleibt der Schauspieler immer auf sich fixiert. So kann kein Zusammenspiel entstehen. Ich weiß, um an Jobs zu kommen, muss man als Schauspieler eine „Rampensau“ sein, aber um das Bühnengeschehen zum Funkeln zu bringen, ist man als Egomane eher fehl am Platz. Klar, wenn man ein ungemein überdimensionales Charisma hat, kann man auch alleine die Bühne rocken, aber trotzdem bleibt für den Zuschauer ein fader Nachgeschmack. Man fühlt sich dann so verpflichtet, das gut zu finden, obwohl man – wenn auch unbewusst – spürt, dass etwas fehlt. Der Ensemble-Geist nämlich (Feen, Geist, Gefühl – man möge mir diese romantisch angehauchten Metaphern verzeihen, aber bei diesem Thema stößt man mit rationalistischem Vokabular an seine Grenzen).

Wie aber stellt man die Beziehungen zu den anderen Ensemble-Mitgliedern her? Was ich immer ganz hilfreich fand, war, mich zu fragen, was will ich von dem anderen, was will meine Figur von den anderen Figuren. So verlässt man den egozentrischen „Ich fühl mich total gefühlvoll“-Standpunkt und konzentriert sich auf die „Außenwelt“. So entsteht sofort eine Beziehung, wie ein unsichtbares Band zwischen den Menschen auf der Bühne. Bei Percevals Hamlet zum Beispiel, hat genau das gefehlt. Die Figuren wollten nichts voneinander. Vom Zuschauer wollten sie übrigens auch nichts. Wahrscheinlich wurde sich bei dem Ganzen unheimlich viel gedacht, aber gesehen hat man das nicht und interessiert hat es einen auch nicht. Jeder hat da irgendwie seinen Stiefel gespielt, selbst die beiden Hamlets, die doch die ganze Zeit zusammen gespielt haben (Hamlet war mit zwei Schauspielern besetzt).

Also muss ich wohl meine ursprüngliche These ergänzen. Ein Schauspieler braucht nicht nur seinen Körper, seine Sprache und seine Körpersprache, er muss auch etwas auf der Bühne wollen. Sonst geht es um nichts und dann kann man auch zu Hause bleiben und lieber das Buch zum Stück lesen.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Schauspieltechnik, Stilmittel

10. Stück: „Sozusagen (Pour ainsi dire)“ am 23.05.2010 in Saarbrücken / Festival Perspectives

Möwen, Trompeten und Sprachensalat

 

Graubewölkter Himmel. Kreischende Möwen. Schiffe. Norddeutsche Stimmen verkaufen Fisch. Der französische Videokünstler Eric Watt hat mit seinem Dokumentarfilm „Sozusagen (Pour ainsi dire)“ versucht, Kiel in scheinbar typischen Bildern einzufangen. Warum ausgerechnet Kiel und nicht eine andere norddeutsche Hafenstadt wird nicht klar.

Man droht schon einzuschlafen in den gemütlichen Kinosesseln der Sparte 4: Die Bilder sind ruhig, eine Trompete dudelt zwischen Free Jazz und Stockhausen friedlich-penetrant vor sich hin und der französisch-deutsche Sprachensalat überfordert die Hörkapazität.

Dann passiert doch etwas: Die erste Person, die über ihr Leben erzählt, erscheint auf der Leinwand. Wird es jetzt spannend? Nein. Sprachensalat.

Warum unbedingt Simultanübersetzung? Warum nicht Untertitel oder zwei Sprachversionen? Es ist schleierhaft.

Schade. Die Bilder der Menschen, wie sie in Großaufnahme direkt in die Kamera blicken und sich dem Zuschauer stellen, strahlen eine ungewöhnliche Kraft aus. Man möchte mehr über diese Menschen erfahren.

Das Programmheft behauptet, Kiel sei in zwei Hälften geteilt, Arm im Osten, Reich im Westen. Das wollte der Film eigentlich aufzeigen. Tut er aber nicht. Man weiß überhaupt nicht, wer von welcher Hälfte kommt, wer wer ist, wann wer spricht. Es ist eine einzige Verwirrung.

Gut möglich, dass das Absicht ist. Als wollte der Videokünstler uns sagen: Diese Leute hatten zwar nicht die gleichen Voraussetzungen aber – Überraschung – man sieht es ihnen nicht an. Hurra, die Welt ist schön.

Alles in allem lässt sich sagen, Eric Watt hat wohl die besten Absichten und ein paar gute Ideen gehabt, doch wenn man zuviel auf einmal will, kommt leider so ein chaotisches Durcheinander dabei raus, das keiner mehr versteht. Potential wäre dagewesen.

(Isabelle Dupuis)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik

9. Stück: „Warm“ von David Bobee am 22.05.2010 in Saarbrücken / Festival Perspectives

Es geht um Hitze

David Bobees „Warm“ in der alten Feuerwache in Saarbrücken ist ein merkwürdiges Machwerk. Man betritt den Saal und spürt sofort die drückende Hitze. Die im Programmheft angekündigten 45°C waren also doch nicht metaphorisch gemeint.

Eine Schauspielerin betritt die Bühne, Scheinwerferreihen wabern ununterbrochen, im Hintergrund dröhnt eine Art Musik, die wohl aus Rückkopplungsgeräuschen und anderen unschönen Lauten zusammengeschustert wurde.

Die Schauspielerin macht ihre Sache wirklich sehr gut. Ohne Pathos, Kitsch oder aufgesetztem Drama spricht sie den Text, den Ronan Chéneau verbrochen hat:

Es geht um Hitze. Um mehr nicht. Dafür ist das Motiv der Hitze konsequent überall verteilt, damit jeder kapiert, dass es um Hitze geht: Assoziationen von Wüste, Sonne, Schweiß und nicht zu vergessen dem Feuer extatischer Leidenschaft drängen sich auf.

Auch die Tänzer-Artisten, die den Text bebildern machen ihre Sache sehr gut. Konsequent die Existenz der Schwerkraft ignorierend veranstalten sie die erstaunlichsten akrobatischen Höchstleistungen.

So sehr sich auch Darsteller und Regisseur bemühen: Das Ergebnis ist trotzdem Mist. Hitze allein als Thema reicht eben nicht aus. Zum Glück dauert der Quatsch nur 40 Minuten. Eine Sekunde länger diese Ansammlung von abgelatschten Platitüden zu ertragen wäre zuviel verlangt.

Irgendetwas muss sich doch Ronan Chéneau beim Text gedacht haben? Und zwar etwas, dass nichts mit Freud zu tun hat? Aber was, das bleibt in diesem Versuch eines avantgardistischen, provokanten und poetischen Textes ein absolutes Rätsel. Man kann sich auch nicht des Verdachts erwehren, das Geschwafel schon tausendmal (aber in besser, origineller, schöner) gehört zu haben. Von den Surrealisten der 20er Jahre, mit ihren drogengeschwängerten Écriture en direct-Experimenten. Oder von den Expressionisten und ihren Klanggedichten, die Text als Material begriffen und nicht als sinnergebendes Konstrukt.

Ein gutes Theaterstück entlässt den Zuschauer verändert, anders als er hineingekommen ist. Nur weil einem 40 Minuten heiß ist, ist man noch lange nicht verändert.

(Isabelle Dupuis)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik

5. Stück: „Nathan der Weise“ im Thalia Theater am 08.März 2010

Was man alles falsch machen kann …

Innerhalb weniger Tage habe ich qualitativ vollkommen auseinander driftende Aufführungen besucht. „Faust I / II“ von den jungen Schauspielern von Torsten Diehls Schauspieltraining im monsun theater war herausragend, „Nathan der Weise“ im Thalia Theater von den gestandenen Profis unterirdisch.

Es tut mir sehr leid, aber diese Aufführung war eine absolute Katastrophe. Dabei hatte ich einige Schauspieler bereits in anderen Produktionen gesehen, wo sie hervorragend gespielt hatten. Ich weiß nicht woran es liegt, ob der Regisseur Nicolas Stemann sie nicht gut durch das Stück geführt hat, ob sie einfach im Ensemble nicht miteinander klar kamen, ob sie an dem Abend vor der Aufführung alle zuviel Valium genommen hatten, ich weiß es nicht. Jedenfalls waren sie unkonzentriert, unpräzise und unmotiviert und man hatte nicht den Eindruck, sie wüssten was sie da tun und warum eigentlich. Schlimmer noch, es wirkte, als wäre es ihnen egal.

Und dass mir jetzt keiner kommt mit „Vielleicht war das ja Absicht.“ Man merkt, ob es Absicht ist oder einem aus Versehen irgendwie passiert. Absicht ist klar, präzise und gewollt. Versehen ist schwammig und unkonkret. Und es war schwammig und unkonkret. Besonders schmerzlich klar wurde diese Unklarheit beim Chorsprechen. Das tat wirklich weh! Das war im wahrsten Sinne des Wortes pein-lich! Ui, hab ich mich fremd geschämt! Das war ein lustloses Auseinanderklötern sondergleichen, als täten sie das zum ersten Mal!

Dann war da noch die Figur der Recha. Oh je. Die tauchte dann immer so irgendwann irgendwie auf und sonderte Text ab. Mit einem Pathos und einem Kitsch – und da habe ich ja im 3. Stück meines Blogs schon erzählt, was ich davon halte. Wenn jemand wissen will, was genau ich meinte – und sich im Theater gerne unendlich quält – der sollte sich dieses theatrale Missgeschick zu Gemüte führen. Und gelispelt hat sie auch noch. Nein, kein Stilmittel. Versehen.

Dabei fing alles noch ganz harmlos an. Langweilig zwar und anstrengend, aber harmlos. Ich war noch offen. Ich habe sogar die Teenager, die neben mir saßen, laut gequatscht und mit ihren Handys gespielt haben, ange“pssst“. Das mach ich sonst nicht. Jedenfalls war ich in der idealen Zuschauerhaltung des Neugierig-Gespannt-seins. Und dann hörte man den Nathan-Text von einer Frau und einem Mann gesprochen über einen Lautsprecher auf der ansonsten leeren Bühne. Na ja, fast leer, da standen so Instrumente und Kerzen in der Gegend rum. Die Kerzen wurden irgendwann angezündet, warum weiß keiner und hinter die Instrumente haben sich irgendwelche Leute gesetzt, auch da blieb der Zweck schleierhaft. Ja. Und so ging das dann für – ich weiß nicht – 20 Minuten? Gefühlte 2 Stunden jedenfalls. Ich hatte schon Befürchtungen, ich könnte hier nichts darüber schreiben, weil ich einzuschlafen drohte.

Aber dann wurde es schlimmer.

Kennen Sie das, wenn etwas SO langweilig ist, dass es schon nicht mehr langweilig ist, sondern ärgerlich, quälend und agressionsweckend? Genau.

So, dann haben die Schauspieler also ihren Kram da veranstaltet und dann kam aus unerfindlichem Grund ein völlig anderer Text von Elfriede Jelineks „Abraumhalde“. Den hat die Recha-Darstellerin vor sich hin dilettiert. Es ging wohl irgendwie um Wahrheit oder so. Irgendwas Belangloses, Unoriginelles, was man schon tausend Mal gehört hat. Dann wurde die Bühne plötzlich rot durchleuchtet und alle liefen hin und her und hatten plötzlich Maschinenpistolen in den Händen und verschiedene Religionssymbole umgehängt. Aha. Religionskritik. Darum geht es also. Das erfährt man dann gegen Ende des Stücks. Zum Glück wird diese Religionskritik mit einer derart unsubtilen Holzhammermetaphorik den Zuschauern vor den Latz geknallt, das selbst der allerdämlichste Idiot mitbekommt, dass Krieg böse ist und Religion nicht als Rechtfertigung desselben herhalten sollte. Gut zu wissen. Wäre ich von alleine nicht drauf gekommen.

Die Aufführung war zwar wirklich furchtbar, aber dennoch interessant. Man konnte nämlich wunderbar sehen, was man bei so einer Theateraufführung alles falsch machen kann: Unmotiviertheit, mangelnde Präzision und Konzentration, Pathos und Kitsch als Versehen, statt als bewusstes Stilmittel, Unbewusstheit (nicht wissen, was man tut), Überflüssiges, Banales und dann auch noch die Holzhammermetaphorik.

Was war da bloß los …

(Isabelle Dupuis)

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Kritik